Auch im Jahr 2022 hat die Corona-Pandemie die Bekanntheit und Nutzung der 115 beeinflusst. Das bestätigt die aktuelle Allensbach-Umfrage, die vom BMI (Bundesministerium des Innern und für Heimat) im Herbst letzten Jahres in Auftrag gegeben wurde. Von knapp 1.000 Befragten Personen ab 16 Jahren haben insgesamt 49 Prozent bereits einmal von einer einheitlichen Behördennummer gehört. Damit liegt die Bekanntheit um drei Prozentpunkte höher als im Jahr zuvor, verbleibt insgesamt aber auf relativ konstantem Niveau.
Mit der Corona-Pandemie geht laut Umfrage auch eine Ausweitung der Nutzerschaft einher. Treiber der Entwicklung waren geschlossene Behörden sowie das Bedürfnis, soziale Kontakte zu vermeiden.
Insgesamt zeigen sich zwei Drittel der befragten Nutzer:innen der 115 mit dem Service zufrieden. Besonders positiv ist, dass die sogenannte ungestützte Bekannheit merklich angestiegen ist. Das heißt: Immer mehr Menschen wissen auf Anhieb, dass sie die 115 wählen können, um behördliche Auskünfte zu erhalten. Die Umfrage macht zudem deutlich, dass die 115 auch mehr als zehn Jahre nach der Einführung weiterhin ein hohes Potential birgt: Für insgesamt 56 % der Befragten, die bisher die 115 noch nicht genutzt haben, käme eine Anruf in Frage, wenn eine behördliche Auskunft benötigt wird.
In der aktuellen Befragung spielte darüber hinaus die Akzeptanz zukünftiger Entwicklungen der 115 eine wichtige Rolle. Insbesondere das Sprachdialogsystem sowie eine 115-Website mit Supportfunktion können mehrheitlich auf Akzeptanz in der Bevölkerung hoffen. Letztere würde sogar von mehr als zwei Dritteln der Befragten genutzt. Wichtig wäre vielen Befragten auch hier ein persönlicher Support, z. B. per E-Mail, Chat oder Kontaktformular. Eine automatisierte Lösung in Form eines Chatbots würde von ca. 20 Prozent genutzt und verspricht damit auch ein relevantes Entlastungspotential für den Verbund.