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Ausbau der 115 im Norden geht voran: 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein versorgt

Datum 03.02.2015

Seit dem 2. Februar haben rund 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein über die einheitliche Behördennummer 115 einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung. Neu im 115-Verbund sind die Kreise Dithmarschen Segeberg und Nordfriesland sowie weitere zwölf Kommunen. Möglich macht das die enge Zusammenarbeit Schleswig-Holsteins mit dem Telefonischen Hamburg Service. Dort wird ein Großteil der 115-Anrufe beantwortet. Auskünfte erteilt auch das Servicecenter des Kreises Pinneberg, mit dem Schleswig-Holstein und seine Kommunen ebenfalls kooperieren.

Den symbolischen Startschuss für den Ausbau der 115 gaben Schleswig-Holsteins Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Losse-Müller, und Hamburgs Finanzstaatsrat Jens Lattmann in einer Feierstunden in der Landeshauptstadt Kiel.

Für Staatssekretär Thomas Losse-Müller ist die Ausweitung der Behördennummer 115 ein gutes Beispiel für verwaltungsübergreifende Kooperationen: "Unsere Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen haben unabhängig von ihrem Wohnort die gleichen Fragen an die Verwaltung. Sie müssen nicht über Zuständigkeiten nachdenken, wo genau sie eigentlich anrufen sollen, und haben bei der 115 Anspruch auf schnelle und bürgernahe Antworten auf ihre Fragen", sagte er. Der Hamburger Staatsrat Jens Lattmann ergänzte: "Wir freuen uns über die enge Kooperation im Norden. Sie bringt spürbare und direkte Serviceverbesserungen, die nicht an der Landesgrenze Halt machen. Gerade in Zeiten knapper Mittel ist es notwendig, vorhandene Infrastrukturen gemeinsam zu nutzen. Die Länder arbeiten bereits bei einer Reihe von Services wie beispielsweise der digitalen Einwohnermeldeauskunft eng zusammen."

Bereits seit 2011 wird die Behördennummer 115 in der Landeshauptstadt Kiel und im Kreis Pinneberg angeboten. Im Mai 2014 wurden sechs Verwaltungsgebiete mit 74 Kommunen als Vorreiter für den landesweiten Ausbau in Schleswig-Holstein freigeschaltet. Mit dem Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein (www.zufish.schleswig-holstein.de) stellt das Land eine für Flächenländer einmalige Voraussetzung für die Teilnahme schleswig-holsteinischer Kommunen am 115-Verbund zur Verfügung. Die vom Land betriebene und mit Hilfe der Kommunen gepflegte Wissensdatenbank der Behördendienstleistungen ist die Basis für die telefonischen Auskünfte. Eine gute Voraussetzung für den weiteren Ausbau: Bereits jetzt laufen die Planungen für die Teilnahme weiterer Verwaltungen im Sommer 2015.

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