Navigation und Service

Internet-Videotelefonie als Technik zur Anbindung des Gebärdentelefons an den 115-Verbund

Dem 115-Gebärdentelefon wird eine sog. SIP-Adresse (115@gebaerdentelefon.d115.de) zugeordnet, die über das Internet angewählt wird. 115@gebaerdentelefon.d115.de ist keine E-Mail-Adresse oder Internetseite, sondern die Zieladresse zur Kommunikation per Gebärdensprache über die einheitliche Behördennummer 115.

Was wird für die Kommunikation benötigt?

Ein video- und internetfähiges Endgerät sowie ein Internetanschluss mit ausreichender Bandbreite
Geräte zur Nutzung des 115-Gebärdentelefons müssen über eine Kamera verfügen und mit dem Internet verbunden sein. Darüber hinaus müssen sie mit der entsprechenden Software umgehen können. Gut geeignet sind z. B. IP-Video-Telefone oder PCs mit einer Videokamera.

Für die Verbindung benötigt man außerdem einen ausreichend schnellen Internetanschluss. In der Regel wird ein handelsüblicher Breitbandinternetanschluss (DSL-Anschluss) empfohlen. Die Kosten zur Nutzung eines Breitbandinternetanschlusses (DSL-Anschluss) hängen vom Tarif des jeweiligen Internetanbieters ab. Bei Verwendung beispielweise einer DSL-Flatrate (eine bestimmte Tarifform des Internetanbieters) fallen nur die Grundkosten des Tarifes an, sofern es sich hierbei um kein Volumen- oder Zeittarif handelt. Andernfalls fallen für den Bürger die konkreten Verbindungskosten bzw. allgemeinen Kommunikationsgebühren zum Erreichen des Gebärdentelefons an.

Software: Softphone bzw. Softclient
Als Software wird ein SIP-Videoclient für Videotelefonate benötigt. Das Programm „Skype“ kann nicht genutzt werden. Der notwendige SIP-Standard wird von „Skype“ derzeit nicht unterstützt.
Eine Auswahl von teilweise auch kostenlosen SIP-Clients für Videotelefonie finden Sie auf der Webseite: www.voip-sip.de.

Was ist SIP?

SIP steht für "Session Initiation Protocol", was ins Deutsche übersetzt "Sitzungs-Einleitungs-Protokoll" heißt. Dabei ist als Sitzung die Kommunikation bzw. das Gespräch zwischen zwei (oder mehreren) Gesprächspartnern gemeint. SIP wurde Mitte der neunziger Jahre an der Columbia University entwickelt. Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat SIP 1999 als Standardprotokoll genormt. Es ist ein grundlegendes Internet-Protokoll, welches ähnlich dem HTTP-Protokoll (Hyper Text Transfer Protocol) für das World Wide Web (www) oder dem SMTP-Protokoll (Simple Mail Transfer Protocol) für die E-Mail-Kommunikation arbeitet.
SIP stellt damit sicher, dass der richtige Gesprächspartner erreicht wird, wenn dessen Nummer (SIP-Adresse) "gewählt" wird. Dieses Protokoll sorgt also für die Verbindung mit dem richtigen Gesprächspartner sowie die Einrichtung und Beendigung der Kommunikationssitzung.

Einen schnellen Einstieg zum Thema Videotelefonie finden Sie auf der gleichen Webseite unter: (Software für Videotelefonie)
Technische Unterstützung und beispielhafte Anleitungen zur Installation von SIP-Clients erhalten Sie unter: info@telemark-rostock.de

Diese Seite

© 115 - 2017 Bundesministerium des Innern